Der Paritätische Köln

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Aktuelles und Termine

Aktuelles

Debatte um „Bleibeperspektiven in Köln“: Träger mahnen Sachlichkeit an

24.08.2026

Eine öffentliche Debatte um die Kölner Ausländerbehörde und Abschiebungen von Menschen aus Westbalkanstaaten hat das Programm „Bleibeperspektiven in Köln“ in den Fokus gerückt. Die Träger des Programms wenden sich nun mit einem Offenen Brief an den Kölner Oberbürgermeister und die demokratischen Fraktionen im Rat der Stadt Köln. Zu den Trägern gehören Caritas Köln, Diakonie Köln, der Kölner Flüchtlingsrat und der Verein Rom, eine Mitgliedsorganisation des Paritätischen NRW. In ihrem Brief werben sie für eine sachliche Auseinandersetzung auf Grundlage der tatsächlichen und rechtlichen Zusammenhänge und sprechen sich für den Erhalt des Programms aus.

Recht, Humanität und Sachlichkeit wahren

Die Programm-Träger erinnern unter anderem daran, dass Recht und Humanität die Pfeiler von „Bleibeperspektiven in Köln“ seien. Im Rat der Stadt Köln habe über viele Jahre Einigkeit bestanden, dass die Förderung gesellschaftlicher Teilhabe und Integration bei gleichzeitiger Entlastung sozialer Sicherungssysteme integrationspolitisch, sozial und finanziell sinnvoll sei. Der Paritätische NRW unterstützt den Offenen Brief und verweist auf die darin benannten Erfolge des Programms. Zugleich mahnt der Verband an, die Debatte mit demokratischen Mitteln und sachlich zu führen. Pauschalisierungen und der Appell an rassistische Ressentiments gegenüber Sinti*zze und Rom*nja verletzen die Menschenwürde und verhindern demokratische sowie rechtsstaatliche Lösungen.

Offener Brief zum Nachlesen

Multi-Kulti-Preis 2026 geht an den Kölner Verein agisra e.V.

18.08.2026

Der Multi-Kulti-Preis des Multikulturellen Forums, Mitgliedsorganisation im Paritätischen NRW, geht in diesem Jahr an den Kölner Verein agisra e.V.  Die Migrantenselbstorganisation setzt sich seit 1993 für Frauen und Mädchen mit Flucht- und Migrationsgeschichte ein und unterstützt sie auf dem Weg zu einem selbstbestimmten und sicheren Leben.

Unterstützung und Empowerment

Agisra, ebenfalls Mitgliedsorganisation im Paritätitschen NRW, bietet kostenlose und vertrauliche Beratung in den Herkunftssprachen der Ratsuchenden. Zum Angebot gehören außerdem Alltagsbegleitung sowie Bildungs- und Empowermentangebote. Im Mittelpunkt stehen Frauen und Mädchen, die von geschlechtsspezifischer Gewalt betroffen sind oder sich in schwierigen Lebenssituationen befinden.

Dabei geht es agisra nicht nur um konkrete Hilfe im Einzelfall. Die Organisation setzt sich auch für strukturelle Veränderungen ein und macht die Perspektiven von Migrantinnen und geflüchteten Frauen sichtbar.

Auszeichnung für langjähriges Engagement

Mit dem Multi-Kulti-Preis würdigt das Multikulturelle Forum das jahrzehntelange Engagement von agisra. In ihrer Laudatio hob Ute Fischer, Geschäftsbereichsleiterin beim Paritätischen NRW, die Bedeutung der Arbeit hervor.

Agisra sei eine Organisation, die Vielfalt als Stärke begreife, gesellschaftliche Teilhabe ermögliche und sich seit vielen Jahren für eine offene, solidarische und gerechte Gesellschaft einsetze, zitierte Fischer aus der Juryentscheidung.

 

Queer March in Köln: Tausende setzen Zeichen für Solidarität und Vielfalt

11.08.2026

Am 9. August 2026 haben in Köln mehrere tausend Menschen beim Queer March ein deutliches Zeichen für die Rechte und Freiheit der queeren Community gesetzt. Die Demonstration war eine Reaktion auf den Anschlag auf den Berliner Christopher Street Day zwei Wochen zuvor.

Der Protest startete an der Deutzer Werft und führte anschließend durch die Kölner Innenstadt bis zum Friesenplatz. Unter dem Motto „Haltung zeigen“ machten die Teilnehmenden deutlich, dass Queerfeindlichkeit und Gewalt keinen Platz in der Gesellschaft haben. Nach Angaben von ColognePride beteiligten sich rund 10.000 Menschen, die Polizei sprach von etwa 4.000 bis 5.000 Teilnehmenden.

Im Mittelpunkt standen Solidarität mit den Betroffenen des Anschlags, der Schutz queerer Menschen und die Forderung nach einer Gesellschaft, in der Vielfalt und Freiheit selbstverständlich sind. Die Veranstalter betonten zugleich den gesamtgesellschaftlichen Zusammenhalt und stellten sich gegen jede Form von Ausgrenzung und Instrumentalisierung.

Mit dem Queer March setzte die Stadt Köln ein Zeichen gegen Queerfeindlichkeit und bekräftigte ihr Engagement für eine offene, vielfältige und solidarische Gesellschaft.

Bereits im Vorfeld hatte der Paritätische NRW auf seiner Webseite www.paritaet-nrw.org auf den Queer March hingewiesen und zur Solidarität mit der queeren Community aufgerufen. Maßgeblich an der Organisation beteiligt waren mehrere Mitgliedsorganisationen des Paritätischen NRW: die Aidshilfe Köln, das Jugendzentrum anyway, rubicon, SCHLAU Köln und SOFRA – Queer Migrants. Gemeinsam mit weiteren Kölner Organisationen und Initiativen, darunter ColognePride, dem Centrum Schwule Geschichte, [ku:] – queere Entfaltung, der Metropolitan Community Church Köln, RAR – Richtig am Rand und dem SC Janus, machten sie sich für den Schutz queerer Menschen und ein solidarisches Miteinander stark.

Köln feiert 25. Ehrenamtstag

06.08.2026

Am 6. September 2026 feiert Köln im südlichen Teil des Rheinauhafens rund um den Elisabeth-Treskow-Platz den 25. Kölner Ehrenamtstag. Seit 25 Jahren steht dieser Tag für die Würdigung der vielen Menschen, die sich mit Zeit, Herz und Engagement für die Stadtgesellschaft einsetzen.

Bei der Ehrenamtsbörse präsentieren sich zahlreiche Vereine, Initiativen und Organisationen. Besucher*innen können sich informieren, neue Engagement-Möglichkeiten entdecken, Projekte kennenlernen und direkt mit Engagierten ins Gespräch kommen.

Ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm mit Musik, Tanz, Interviews und Mitmachaktionen sorgt für Unterhaltung. Zudem informieren Hilfsorganisationen, die Kölner Elf und die Bürgerzentren über ihre Arbeit und Möglichkeiten zum ehrenamtlichen Mitwirken.

Ein Höhepunkt des Tages ist die Verleihung des Ehrenamtspreises „KölnEngagiert 2026“. Die Auszeichnung macht den besonderen Einsatz von Menschen sichtbar, die sich für andere und das Zusammenleben in Köln engagieren.

Weiter Informationen finden Sie auf der Seite www.koeln.de

Ehrenamtspreis würdigt Engagement

19.05.2026

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS NRW) hat einen neuen Preis ins Leben gerufen: Der Ehrenamtspreis „Ehrenamt schafft Begegnung“ wurde erstmalig im März 2026 verliehen, um den Einsatz der vielen Freiwilligen in der Senior*innenarbeit zu würdigen. Unter den Preisträgern sind drei Angebote von Mitgliedsorganisationen des Paritätischen NRW.

Besuche gegen Einsamkeit

Mit einem Sonderpreis ausgezeichnet wurde der ehrenamtliche Besuchs- und Begleitdienst des Bundesverbands Information & Beratung für NS-Verfolgte aus Köln. Das Angebot richtet sich an Überlebende des Nationalsozialismus in Köln und Umgebung, die aufgrund von Alter, Krankheit oder eingeschränkter Mobilität zunehmend isoliert leben. Seit 2022 engagieren sich Freiwillige, die regelmäßig Kontakt zu den Überlebenden pflegen – durch Besuche, Telefonate, gemeinsame Spaziergänge oder Einkäufe. Das Projekt versteht sich als solidarischer Begegnungsraum auf Augenhöhe, der Würde, Offenheit und Verlässlichkeit in den Mittelpunkt stellt.

Sozialminister Laumann zeichnet Ehrenamtliche aus

Eine Jury wählte aus über 180 Bewerbungen zehn Gewinner-Projekte und zwei Sonderpreisträger aus, die je 1.000 Euro Preisgeld erhalten. Ende März überreichte Sozialminister Karl-Josef Laumann die Auszeichnungen in Düsseldorf.

Ausgezeichnete Projekte

Unter den Gewinnern sind mit dem Aachener Nachbarschaftsring Öcher Frönnde und dem Projekt „Geschichtsschreiber" des Arbeiter-Samariter-Bund Region Düsseldorf zwei weitere Mitgliedsorganisationen des Paritätischen NRW.

Kürzungen stoppen – Jetzt handeln!

12.05.2026

Bund, Länder und Kommunen beraten aktuell massive Kürzungen in der Kinder- und Jugendhilfe, der Eingliederungshilfe und beim Unterhaltsvorschuss – ohne Beteiligung von Betroffenen und Fachleuten. Der Paritätische Gesamtverband hat die Pläne öffentlich gemacht und eine breite Debatte ausgelöst. Dennoch sind die Kürzungen nicht vom Tisch: 

Bei der Konferenz der Regierungschefinnen und Regierungschefs mit dem Bundeskanzler am 25. Juni 2026 sollen Entscheidungen fallen.

 

Jetzt ist Widerspruch gefragt. Auf www.stoppt-sozialabbau.de finden Sie:

  • Textvorlagen für Schreiben an Abgeordnete
  • Sharepics für Social Media
  • Argumente gegen den Sozialabbau

Bitte teilen Sie den Link der Webseite!

KiBiz: Gesetzentwurf enthält deutliche Verbesserungen

20.04.2026

Familienministerin Verena Schäffer (Bündnis 90/Die Grünen) hat die Vorschläge der Landesregierung zur Weiterentwicklung des KiBiz-Gesetzentwurfs vorgestellt. Die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege NRW bewertet diese Vorschläge ausdrücklich positiv: Zentrale Forderungen der Freien Wohlfahrtspflege wurden aufgegriffen, darunter die Ausweitung der Kernzeit auf 35 Wochenstunden und die Zurücknahme der erweiterten Überbelegung von Gruppen.

Pressemeldung der Freien Wohlfahrtspflege NRW

30.01.2026

Am 30.01.2026 brachte die Landesregierung den Gesetzentwurf zur Novellierung des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) in den NRW-Landtag ein. Nach Protesten der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege NRW konnten in Gesprächen mit der Landesregierung substanzielle Verbesserungen im Gesetzentwurf im Vergleich zum Referentenentwurf erreicht werden.

Pressemeldung der Freien Wohlfahrtspflege NRW

19.01.2026

Die Reform des Kinderbildungsgesetzes NRW (KiBiz) war mehr als überfällig, doch der im Dezember vom NRW-Familienministerium vorgelegte Referentenentwurf droht vieles schlechter zu machen und wenig besser. Noch kann die Landesregierung etwas ändern: Am 27. Januar 2026 wird der Referentenentwurf ins Kabinett eingebracht – und so wie er vorliegt, darf er es nicht wieder verlassen! Wer diese Forderung teilt, kann dies nun auch öffentlich zum Ausdruck bringen: Der Paritätische Wohlfahrtsverband NRW ruft auf, die Online-Petition „Kitas retten – Kinderbildungsgesetz NRW besser machen!“ zu zeichnen.

Ohne Korrekturen am Gesetzesentwurf drohen Schließungen und massive Qualitätseinbußen in der Kindertagesbetreuung in NRW, so die Botschaft der Online-Petition. Bestehende Probleme werden zulasten von Trägern, Fachkräften und Familien weiter verschärft. Kern- und Randzeiten ermöglichen den Einsatz unzureichend qualifizierter Kräfte, Bring- und Abholzeiten werden pädagogisch ausgehöhlt, und frühkindliche Bildung wird auf Kernzeiten reduziert. Unterbesetzungen erhöhen das Risiko für Kindeswohlgefährdungen, Kinder mit Förder- oder Teilhabebedarf sind nicht ausreichend berücksichtigt. Die Regelungen verlagern Verantwortung auf Träger, Fachkräfte und Eltern, ohne Betreuungsstabilität tatsächlich zu sichern, und verschärfen den Fachkräftemangel. Die im Gesetz gemachten Vorschläge gefährden insbesondere die Existenz kleiner Kitas, statt Entlastung zu schaffen. Der Wegfall des Zuschlags für eingruppige Kitas sowie die drastisch reduzierte Finanzierung von Kita-Helfer*innen setzen Einrichtungen unter finanziellen Druck. 

„Wir fordern die Landesregierung deshalb auf, den Gesetzentwurf grundlegend nachzubessern, Planungssicherheit zu gewährleisten und die Trägervielfalt sowie die Qualität frühkindlicher Bildung nachhaltig zu sichern“, heißt es in der Petition. Noch bis zum 27. Januar 2026 sind alle Bürger*innen aufgerufen, online zu unterschreiben:
https://weact.campact.de/petitions/kitas-retten-kinderbildungsgesetz-nrw-besser-machen  

→ Weitere Informationen und Bilder für Social Media erhalten Sie auf der Seite des Paritätischen Landesverbands NRW

Termine

27. August 2026 | 15 – 16.30 Uhr | Onlineveranstaltung

„Resiliente Zivilgesellschaft - Verteidigung gegen rechtsextreme Angriffe“

Referent: Matthias Jakubowski, Jurist und Referent für Demokratie und Investigates bei FragDenStaat

Gemeinsam diskutieren wir, wie die Resilienz zivilgesellschaftlicher Organisationen weiterentwickelt werden kann, welche Strategien sich im Umgang mit rechtsextremen Angriffen bewährt haben und wie Solidarität und Unterstützung innerhalb der Zivilgesellschaft gestärkt werden können.

Neben dem fachlichen Input bietet die Veranstaltung auch Raum für Fragen und die gemeinsame Diskussion.

Anmeldung über die Paritätische Akademie NRW: Link zum Formular

17. September 2026 | 10 – 11.30 Uhr | Onlineveranstaltung

„Parität vor Ort: Lobbying für’s Soziale durch Zusammenarbeit! Neue Wege in der Liga Wohlfahrtspflege.“

Dorothée Schackmann, Kreisgruppengeschäftsführerin Der Paritätische Stadt Hamm/ Kreis Unna berichtet von der Gründung der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege Ruhr (AGW Ruhr) – wo gemeinsames sozialpolitisches Gestalten an die Stelle von konkurrierenden Trägerinteressen treten soll. Wie kann ein solcher Prozess, der auf die Gemeinsamkeiten statt die Unterschiede fokussiert, gelingen? Und was spricht für die Gründung auch von neuen Formaten? Wir freuen uns auf einen spannenden gemeinsamen Austausch.

https://eveeno.com/181124447

8. Oktober 2026 | 11 – 12.30 Uhr | Onlineveranstaltung

„Parität vor Ort: Wie lässt sich Wirkungsorientierung für Lobbyarbeit nutzen?“

Christoph Erbslöh, Bezirksbeauftragter für Charlottenburg-Wilmersdorf und Tempelhof-Schöneberg, vom Paritätischen Berlin stellt das Paritätische Wirkungsmodell vor und berichtet, warum Wirkungsorientierung eine Haltung ist, die immer wichtiger wird. Außerdem geht er darauf ein, wie der Verband in Berlin versucht, die politische Debatte um soziale Angebote wirkungsorientiert zu führen und im Sinne der Mitglieder zu beeinflussen.

https://eveeno.com/101821041

12. November 2026 | 9.30 – 11 Uhr | Onlineveranstaltung

„Parität vor Ort: wie lässt sich social media für die Lobbyarbeit nutzen?“

Matthias Galle, Referent Social Media und Online-Redaktion beim Paritätischen Gesamtverband, erläutert die Social Media Strategie des Paritätischen, skizziert Funktionsweisen verschiedener Plattformen und gibt praxisnahe Tipps für die Erarbeitung eigener Soical Media Inhalte.

https://eveeno.com/105152373